GeMeKI

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Das Verbundprojekt GeMeKI startet erfolgreich in die Bearbeitungsphase

von Oliver Petrovic (WZL) und Dr. Alexander Engels (aiXbrain GmbH) | 30.08.2021

Am 23.08. fand erfolgreich der digitale Kick-off von GeMeKI unter der Leitung des Konsortialführers aiXbrain und des WZL statt und läutet damit die Projektlaufzeit von drei Jahren ein. Das Konsortium aus zwölf Partnern sieht das Projekt als große Chance für den Fertigungs- und KI-Standort Deutschland. Besonders kleinen und mittleren Unternehmen soll durch die Ergebnisse von GeMeKI der Zugang zur KI-basierten Fertigung ermöglicht werden.

In Systemen mit hybrider Intelligenz werden die Kompetenzen von Mensch und Künstlicher Intelligenz synergetisch kombiniert. ©Campus GmbH_Moll

Der zunehmend wachsende Anspruch an Variantenvielfalt, Qualität und Nachhaltigkeit von Produkten stellt die Fertigungstechnik deutscher Unternehmen vor enorme Herausforderungen. Die Technologien der Künstlichen Intelligenz (KI) bringen große Potentiale mit sich, um diesen Herausforderungen mit Flexibilitäts-, Qualitäts- und Produktivitätssteigerungen zu begegnen. Durch die hohen Anforderungen an die Datenquantität und -qualität sowie eine meist schlechte Übertragbarkeit der Lösungen ist die Ausschöpfung dieser Potentiale bisher noch auf Insellösungen in der Großserienfertigung begrenzt.

Ein Lösungsansatz liegt in der Entwicklung übertragbarer Systeme durch die ganzheitliche Betrachtung der Schlüsselfaktoren Mensch, KI und Produktionsmittel in menschenzentrierten KI-Anwendungen. Ziel des Verbundprojekts GeMeKI ist daher die Erforschung dieses Ansatzes, um die Leistungsfähigkeit, Flexibilität und Wirtschaftlichkeit komplexer Fertigungssysteme nachhaltig zu verbessern.  Hierzu werden parallel drei Anwendungsfälle der Fertigungsverfahren Fügen, Trennen und Umformen betrachtet. Dabei werden neuartige Mensch- KI-Interaktionsformen, eine prozessnahe Sensorintegration sowie ein sukzessive Datenveredelung als Grundlage einer digitalen Wertschöpfungskette entwickelt.

Eine Vielzahl von Aspekten machen GeMeKI zu einer großen Chance für den Fertigungsstandort Deutschland

Durch die kombinatorische Betrachtung des Dreiklangs als lernendes Gesamtsystem entstehen hybride Intelligenzsysteme, in denen die komplementären Stärken von Experten und KI kombiniert werden. Zum einen lernt die KI vom Menschen, indem er in die Trainingsprozesse der Modelle einbezogen wird, zum anderen wird die Prozesstransparenz durch die Verarbeitung der Daten in benutzerfreundlichen KI-Assistenzsystemen erhöht. Die Übertragung der Erfahrungen der Experten in digitale Dienstleistungen verschiebt somit die Einstiegshürde für die Erschließung des Produktivitätspotenzials von KI in Richtung kleinerer Losgrößen.

Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt GeMeKI wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Programm „Zukunft der Wertschöpfung – Forschung zu Produktion, Dienstleistung und Arbeit“ gefördert und vom Projektträger Karlsruhe (PTKA) betreut. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt bei den Autoren.

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